Projekte

Ethno & Jeunesses Musicales

Ethno ist ein Format der Jeunesses Musicales International. Es wurde vor fast 30 Jahren in Schweden entwickelt und ist weltweit in nationalen Camps erfolgreich, seit 2013 auch in Deutschland. Das jährlich stattfindende „Ethno Germany“ auf Burg Lichtenberg wird vom Jeunesses Musicales Landesverband Rheinland-Pfalz veranstaltet, dem ich angehören darf und dessen Vorsitz mein Freund Bernhard Vanecek bekleidet.
Ethno führt junge Menschen mit unterschiedlichen ethnischen und kulturellen Hintergründen im freien Musizieren über die traditionelle Folkmusic zusammen. Die Teilnehmer sind eingeladen, miteinander zu singen, zu tanzen und zu musizieren, „Tunes“ aus ihren Ländern auszutauschen, darüber zu improvisieren und unter Anleitung der Ethno-Dozenten neue Arrangements zu erarbeiten. Die verbindende Kraft der Musik steht im Mittelpunkt der Ethno-Camps, auf denen neue Musikwelten entdeckt und internationale Freundschaften geknüpft werden können. Ethno ist das schönste soziale Experiment, das es gibt.
2016 unternahm ich eine Bildungsreise nach Indien und nahm auch am dortigen „Ethno India“ teil. Und tatsächlich wurden wir dort mit offenen Armen von unseren Freunden empfangen, die wir bei vorigen Ethnos kennengelernt hatten. Die Jeunesses Musicales Deutschland (JMD) ist die deutsche Sektion der Jeunesses Musicales International (JMI). Diese gilt als die größte musikalische Jugend-Kulturorganisation der Welt und ist in über 50 Ländern der Erde aktiv. Die JMD ist die Gemeinschaft von rund 300 Jugendorchestern in ganz Deutschland, Initiator der Wettbewerbe Jugend musiziert, sie veranstaltet den Deutschen Jugendorchesterpreis u.v.m.
http://www.jmd.info
http://www.ethnogermany.de

Timo Gross „Heavy Soul“ Tournee 2016

Zusammen mit Patrick „Pille“ Pilarski am Bass spielte ich die Tour zu Gross‘ preisgekröntem Album „Heavy Soul“, das in mehreren Musikzeitschriften zum „Album des Jahres“ gekürt und für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert war.

Guitar,Vocals: Timo Gross
Bass: Patrick „Pille“ Pilarski
Drums: Andreas Eichenauer

Kammertheater Karlsruhe

Zwischen 2013 und 2015 gehörte ich zum Ensemble des Kammertheater Karlsruhe und war Teil der Produktion „Im Weißen Rössl“ (Singspiel von Ralph Benatzky) und dem Musical „Rocky Horror Show“ von Richard O’Brien.

Kuselei

Das Westpfälzer Wandermusikantentum war ein Wandergewerbe, das sich etwa ab 1830 in einem Teilgebiet der Westpfalz rund um die Stadt Kusel, das heute Musikantenland genannt wird, entwickelte. Die Blütezeit lag zwischen 1850 und dem Ersten Weltkrieg. In dieser Zeit zogen mehrere tausend Musikanten durch die gesamte Welt und verdienten den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien. Beispielsweise wird bis heute bei offiziellen Anlässen wie der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten die Hymne „Hail America“ gespielt, komponiert von einem ausgewanderten pfälzischen Musikanten namens Georg Drumm.

Fritz Wunderlich, der berühmte, jung verstorbene Heldentenor, stammt ebenfalls aus Kusel. Um diese Tradition zu würdigen, verleiht der Landkreis Kusel alle 3 Jahre den „Lichtenburg-“ oder „Musikantenlandpreis“, so auch 2011 an Leonhard Paul, Mitglied der Gruppe „Mnozil Brass“. Am Ende seiner Amtszeit stand dieses Konzert in der Wunderlich-Halle Kusel mit der Aufführung seiner Kompositionen, die im Rahmen seiner Preisträgerschaft entstanden, zusammen mit Freunden und Gästen, mit denen sich während der 3 Jahre immer wieder Zusammenarbeiten ergaben. Unter anderem war das Rennquintett beteiligt.

Aquarela Brasileira

Ich wirkte auf dem gleichnamigen Debütalbum der Saxophonistin Gesa Marie Schulze an Repinique und Timbales mit, sowie bei einem Konzert in der Alten Feuerwache Mannheim 2016.

Aquarela Brasileira – Live at Alte Feuerwache Mannheim 02.02.2016
Red Clay – composed by Freddie Hubbard, arranged by Gesa Marie Schulze
Gesa Marie Schulze – alto sax, band leader
Ricarda Hagemann – tenor sax
Karoline Vogt – trombone
Poldi Hingerl – trumpet
Angela Requena Fuentes – surdo
Nicolas Hesse – percussion
Simon T. Mayer – congas
Andreas Eichenauer – timbales, agogo
Julian Losigkeit – drums
Florin Kueppers – guitar
Johannes Engelhardt – bass

Video cut: Martin Poschinger
Recording engineer: Frank Dorn
Mix & executive producer: Dave King
Co-producer: Gesa Marie Schulze

Länderwettbewerb „Jugend komponiert“

2011 gewann ich den 2. Preis in der Kategorie Kammermusik beim Länderwettbewerb zwischen Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen und Luxemburg mit der Komposition „Elegie“ für Violine und Klavier.

Nicht lange vorm Abitur machte mich meine Musiklehrerin auf die Ausschreibung zu dem Wettbewerb aufmerksam und zu verlieren gab es wohl nichts. Zu der Zeit spielte ich schon eine Weile Klarinette und dieser Unterricht hatte mir eine ganz neue Welt aufgeschlossen und mich dem komponieren geöffnet. Ich wurde gewissermaßen mit einem neuen gesellschaftlichen Umgang vertraut, besuchte z.B. oft die Mannheimer Akademiekonzerte und unternahm erste eigene Kompositionsversuche, sehr intuitiv und autodidaktisch. Zu der Zeit sah ich meine erste Oper, Wagners „Walküre“ am Nationaltheater Mannheim, was eine grauenhafte Idee für einen Einstieg in dieses Genre war, obwohl die Inszenierung und das Ensemble sicher grandios waren.

Zeitgleich nahm ich auch Klavierunterricht bei Andrea Csollany in Mannheim, wodurch sich mein Repertoire rapide vergrößerte und ich immer stärker meine Kompositionstätigkeiten in den Unterricht einbrachte. Ich hatte dadurch zwar keinen Kompositionsunterricht, aber eine Anleitung nach dem trial and error-Prinzip und ich lernte viel über Instrumentenkunde und Orchestrierung, versuchte Kompositionen wie aus den „Liedern ohne Worte“ von Mendelssohn Bartholdy oder „Bilder einer Ausstellung“ von Mussorgsky nachzueifern, aber auch Komponisten wie Ravel, Debussy und Fauré.

Irgendwann kam irgendwie die „Elegie“ dabei heraus. Die Klarinette hatte ich bald darauf abgehakt, der Unterricht bei Professor Hans Pfeifer wurde so fordernd, dass ich mich zwangsläufig ausschließlich dem Schlagzeug zuwenden musste. Es blieb noch etwas beim Saxophon, durch das ich z.B. Ensembles wie das Raschèr Saxophone Quartet entdeckte und selber Erfahrungen in Big Bands machte. Die „Elegie“ liegt inzwischen auch für Cello und Klavier sowie Sinfonisches Blasorchester vor.

Bläserphilharmonie Rhein-Neckar

Eines Nachmittags ging ich mit meinem Freund Bernhard Vanecek joggen und erzählte ihm von der „Elegie“ und dem Preis. Er schlug mir daraufhin vor, das Stück für das Orchester, das er zusammen mit dem Schlagzeuger Tobias Nessel leitet, die „Bläserphilharmonie Rhein-Neckar“, zu bearbeiten, was ich zutiefst dankbar annahm. Er ging dann auch gleich so weit, dass ich die „Elegie“ auch dirigieren sollte, und davon verstand ich wirklich nichts, aber es funktionierte. Die „Elegie“ kam also zur Uraufführung unter meiner eigenen Leitung auf der „Jubilee Tour“ der BPRN im Jahr 2012.

Wir spielten im John Deer Forum Mannheim, SWR Studio Kaiserslautern und Augustinum Heidelberg. Im Jahr darauf unternahm das Orchester eine seiner regelmäßigen Konzertreisen, diesmal in die baltischen Staaten. Dorthin durfte ich auch noch mitkommen und nicht nur dirigieren sondern auch spielen. Die Elegie kam also erneut auf der „Baltic“ Tour 2013 unter meiner Leitung in diesen Städten zur Auführung:
Vilnius – Litauen, Jjūrmala – Lettland, Tallinn – Estland. In St. Petersburg waren wir hauptsächlich des Vodkas wegen.

Old Jazz Union Deutschland

Das erste Mal mit dem Wandermusikantentum in Berührung kam ich 2011 auf Burg Lichtenberg beim „Jugendjazzcamp“ der Old Jazz Union Deutschland e.V., dem Bundesverband für Classic Jazz & Swing, Gospel, Blues und Boogie. Vor allem lernte ich dort Trevor Richards und durch ihn den New Orleans Jazz kennen sowie Franz Wosnitza, der zusammen mit Bernhard Vanecek das Camp initiierte und Präsident der OJU war. Es ergab sich eine freundschaftliche Beziehung, im darauffolgenden Jahr wurde ich zum Jugendbeauftragten der Old Jazz Union gewählt und 2015 Dozent als Ersatz für Trevor Richards, als ich schon in Franz Wosnitza’s „Unnerhaus Jazzband“ spielte. Über die OJU gelangte ich zu vielen Auftritten zusammen mit Bands aus ihrem Mitglieds-Stamm, da sich die OJU vor allem als Interessenvertretung von Musikern, Veranstaltern und Fans versteht.

So spielte ich z.B. auch mit Toni Lorenzo, der Mitglied bei den „Jackson Singers“ und dem „Golden Gate Quartet“ war beim „Jazzfestival am Doldenhorn“ in der Schweiz, 2013. Hinzu kam durch die große Nachfrage das „Silver Jazzcamp“ für Erwachsene ab 2012, an dem ich als Gastmusiker und -dozent beteiligt war.

Kati Sommer

Für sie spielte ich zusammen mit Claude Schmidt, Martin Achtelik und Ralf Bopp Fernsehauftritte für das Rhein Neckar Fernsehen.