Bodhisattva – das Album

Bodhisattva – nach Jahren strenger Exerzitien war es mir ein innerstes Bedürfnis, diese Aufnahme zu machen. Und zwar um exakt das zu tun, was ich wollte, wie ich es wollte und mit wem ich es wollte, sonst nichts. Gedacht als Abschluss-Arbeit für die Musikhochschule Mannheim, gab mir eben dies Motivation und Gelegenheit, die Ideen weiterzuführen und das Projekt zu dem auszubauen, was es nun geworden ist… 

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Von der Steiermark über Bayreuth nach New Orleans, Delhi und zurück nach Mannheim

Bodhisattva bedeutet wörtlich „Erleuchtungswesen“ und auf dem Weg zur Erleuchtung halte ich hier zum ersten Mal inne und resümiere die bisherige Reise und ihre Gefährten. Das Album wurde zur Sinfonie auf die große Musik-Menschenfamilie rund um den Globus.
Von der Steiermark geht es über Bayreuth nach New Orleans und über Delhi zurück nach Mannheim, mit einem Schlenker über Großbritannien und Mexico.

Lange und kurvige Wege

In tiefer Dankbarkeit und Demut verneige ich mich vor allen, die es ermöglicht haben, meine Vorstellungen so glücklich zu realisieren und darüber hinaus noch zu bereichern. Es sind dann doch eine ganze Menge Leute daran beteiligt und wir haben uns fast überwiegend erst während der Proben kurz vor den Aufnahmen kennengelernt.
Es ist ein erster Wegpunkt von alldem, was ich bis hier hin gelernt und erlebt habe. Es gab viele Lehrer unterwegs und die Wege waren lang, kurvig und wunderschön.

Wirtshäuser, Burgen und Schlachten

Wir haben in kleinsten Klitschen musiziert und an wirklich skurrilen Plätzen, in Dörfern, Großstädten, in großen Hallen und auf großen Bühnen, in Wirtshäusern, auf Burgen in nächtelangen Schlachten. Wir hatten Gäste aus aller Herren Länder, durften auch in weiter Ferne Gast sein und waren eins in der Musik. Wir haben tagelang gespielt und uns anschließend vom Glück beseelt in den Armen gelegen.

Die Zuhörer aus den Sitzen heben

Ich kenne auch die Seiten des Berufs, bei denen es weniger um die Befriedigung der künstlerischen Seele geht oder darum, aus jedem Ton eine Philosophie zu machen, als vor allem um Unterhaltung, manchmal auch Untermalung. Und auch dies war und ist nach wie vor eine entscheidende Lektion, da ich nicht der Musiker bin, der ausschließlich für sich selbst spielt. Dazu habe ich gar nicht die technischen und intellektuellen Voraussetzungen. Ich möchte die Zuhörer vor allem aus den Sitzen heben, denn ich bin Musikant. Das Publikum ist ein entscheidender Indikator, ob meine Musik funktioniert oder nicht. Manchmal habe ich auch mein Instrument gehasst, die Universität, am meisten mich selbst. Auch dies war gut, überall und von jedem durfte ich lernen. Ich war auch mal nach meiner ersten Theater-Vorstellung auf der Premierenparty immer noch als Schaf vom Salzkammergut verkleidet. Es gibt keine Bilder davon.

Während der unmittelbaren Vorbereitungszeit zu den Aufnahmen gab es eine ganze Reihe deftiger privater Kinnhaken. Es fing noch relativ harmlos damit an, dass mir die Karre auf dem Weg zu einem Gig abgeraucht ist, die kurz darauf folgende gründliche Zahnwurzelbehandlung und einiges andere waren dann schon nicht mehr so lustig.

Besessen in Proberaum und Studio

Auch weiß ich nun, wie es ist, besessen zu sein und bis zum Umfallen zu arbeiten, so dass schließlich vor deinen Augen eine Beziehung zerbricht, während du im Proberaum und im Studio sitzt. Auch dies hat die Seele gefärbt. Dies alles ist zu hören, es ist Musik von Menschen, mit Menschen, für Menschen, im tiefsten Sinne Volksmusik. Scheiße nochmal, ich bin unendlich glücklich und dankbar für diese Geschichte und die Arbeit mit allen Beteiligten, die Inspiration und Unterstützung durch meine Kollegen und Freunde, unsere große Musik-Menschenfamilie um den Globus.

 

CD-Release Konzert!
04. Juli 2017

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Alte Feuerwache Mannheim
19h – Eintritt frei! – Einlass 18.30h

Veranstaltung auf Alte Feuerwache Mannheim!

CD Tracks anhören:

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Krawall Jodler
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  1. 1. Krawall Jodler
  2. 2. Tannhäuser Ouvertüre
  3. 3. Started out with nothin
  4. 4. Saint James Infirmary
  5. 5. Moby Dick
  6. 6. Śāntam Suite
  7. 7. Bohemian Rhapsody

CD-Booklet anschauen:


Bodhisattva - Die Band

Alle Musiker im Überblick

Spieldauer: 60’48“

Vocals: Maram El Dsoki, Pranita Rottmann
Choir: Kathrin Presser, Anna Hans, Sarah Moktari Serest, Maren Kips,
Kostas Xanthopoulos, Patrick Schilling, David Künstler, Ruben Spielmann
Trumpets: Stephan Udri, Leopold Hingerl
Saxophones: Gesa Marie Schulze, Ricarda Hagemann
Trombones: Benjamin Gerny, Karoline Vogt, Simon Kräuter
Sousaphone: Benjamin Grän
Bansuri on „Śāntam“: Kartikeya Vashist
Keyboards: Robert Schippers
Guitar: Michael Wagner
Guitar on „Tannhäuser Overture“: Eike Walter
Electric Bass: Alexander Broschek
Darbuka: Tayfun Ates
Percussion on „Started out with nothin“: Marcos Gonzáles Jimánez
Drums, Percussion, Vocals: Andreas Eichenauer

Arrangements & Composition: Andreas Eichenauer

Recording & Mixing: Jens Siefert @ RAMA Studios Mannheim